| Schulprojekt Pädagogische Schulentwicklung |
Seit dem Schuljahr 2003/2004 beteiligt sich die Carl-Friedrich-von-Siemens-Oberschule am Projekt Pädagogische Schulentwicklung (PSE) Berlin
Den Schülern der 7. Klassen werden in einem sogenannten Sockeltraining, das an 4 Tagen durchgeführt wird, Methoden und Techniken vermittelt, wie sie nachhaltiger und selbständiger lernen können. Z.B. wie sie sich gezielt Informationen aneignen und diese wiedergeben können, wie wichtig es ist, die Zeit sinnvoll zu planen um sich rechtzeitig auf eine Klassenarbeit vorzubereiten. Einen Einblick in das diesjährige Training bietet die
Fotogalerie Methodentraining
7. Klassen 2009
Zu Beginn der 8. Klasse findet das Kommunikationstraining
statt. Regeln und Strategien des Sprechens und Zuhörens wurden hierbei
besprochen und angewendet.
Die Angst, vor anderen zu sprechen oder die Schwierigkeiten bei der Formulierung
von Redebeiträgen und das Verhalten in Diskussionen wurden an Beispielen und
Themen aus dem Schulalltag "spielend" erlernt.
Den Abschluss des Trainings bildet die Teamentwicklung. An praktischen
Beispielen erfahren die Schülerinnen und Schüler, wieviel erfolgreicher man
unter Umständen Aufgaben im Team lösen kann und welche Voraussetzungen für
Teamarbeit nötig sind, wie z.B. Planung, Zeitmanagement, Aufeinandereingehen.
Was ist PSE?
Dieses pädagogische Konzept will Schülerinnen und Schüler anleiten, eigenverantwortlich und selbständig zu arbeiten und zu lernen, um sie damit besser auf Anforderungen vorzubereiten, die in der Berufs- und Lebenswelt verlangt werden. Dies setzt voraus, dass ihnen im Unterricht Methoden vermittelt werden, die auf der Basis fachlicher Kompetenz die Schlüsselqualifikationen Teamfähigkeit, soziale und kommunikative Kompetenz fördern.
Um diese Methoden im Unterricht vermitteln zu können,
ist eine intensive Fortbildung zunächst eines Teils der Lehrerschaft
erforderlich. Zu diesem Zweck wurden für die 7. Klassen
Klassenteams gebildet, die sich ab Herbst 2003 zum einen fortbilden und
zum anderen die dabei gewonnen Kenntnisse unmittelbar im Unterricht ihrer Klasse
umsetzen. Darüber hinaus gilt es, die Erfahrungen und konkrete
Unterrichtmodelle innerhalb der Fachbereiche vorzustellen, um so mittelfristig
(fast) alle Lehrer/innen mit diesen Methoden vertraut zu machen.
Warum beteiligen wir uns an dem Projekt
?
Kinder und Jugendliche werden täglich mit einer
Informationsfülle konfrontiert, die einen selbständigen und kritischen Umgang
mit dieser erfordern. Sie in die Lage zu versetzen, nicht nur zu konsumieren,
sondern auch zu urteilen und auszuwählen, muss ein wesentliches Ziel modernen
Unterrichts sein. Entscheidend ist nicht, ob Schüler alleine oder in Gruppen
Erkenntnisse gewinnen, sondern dass sie lernen, dieses Wissen auch anderen zu
vermitteln. Das setzt voraus, dass man gelernt hat, die eigenen Erkenntnisse
kritisch zu prüfen, die Kritik anderer zu akzeptieren und sich auch zu
Erkenntnissen anderer sachlich kritisch zu äußern. All diese Ziele sind
grundsätzlich auch mit herkömmlichen Unterrichtsmethoden zu vermitteln. Mit
herkömmlichen Mitteln nicht erlernbar ist jedoch die Erkenntnisgewinnung und
Erkenntnisvermittlung im TEAM. Deshalb liegt der Schwerpunkt im PSE-Projekt im
Bereich des gemeinsamen Lernens.
Da diese Einsichten auch an unserer Schule nicht erst seit heute bekannt sind, hat sich ein großer Teil der Lehrerschaft entschlossen, ein Fortbildungsangebot wahrzunehmen, das all diesen Zielen Rechnung trägt. Mittlerweile wenden drei Viertel aller Lehrer und Lehrerinnen Methoden des eigenverantwortlichen Lernens in ihrem Unterricht an.